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Rind, Hähnchen oder pflanzlich: Was dein Essen fürs Klima bedeutet

· CO2Mate · #ernaehrung #essen

Essen macht etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus, und innerhalb des Essens sind die Unterschiede zwischen den Entscheidungen riesig. Der klarste Datensatz, den wir haben — die Studie von Poore und Nemecek in Science (2018) mit ~38.000 Höfen — erlaubt grobe Zahlen auf dem Teller.

Kilogramm CO₂e pro Kilogramm Lebensmittel

Lebensmittelkg CO₂e pro Kilo
Rindfleisch (Fleischrind)~60
Lamm~24
Käse~21
Schwein~7
Hähnchen~6
Tofu~3
Hülsenfrüchte~1–2
Die meisten Gemüse~0,4–2

Rind liegt rund zehnmal höher als Hähnchen und zwanzig- bis fünfzigmal höher als die meisten Pflanzen. Lamm und Käse folgen dicht dahinter. Das ist der größte Hebel im Bereich Ernährung, und er ist alles andere als subtil.

Warum „regional essen” weniger zählt, als man denkt

Der Transport ist ein überraschend kleiner Teil des Fußabdrucks der meisten Lebensmittel — oft unter 10 %. Beim Rind überschattet die Art der Aufzucht, wie weit das Fleisch gereist ist. Ein Gemüse vom anderen Kontinent ist in den meisten Fällen immer noch emissionsärmer als regionales Rind. Was du isst, schlägt woher es kommt mit großem Abstand, mit der schmalen Ausnahme von Lebensmitteln, die wegen Verderblichkeit eingeflogen werden.

Wie eine realistische Umstellung aussieht

Du musst nicht vegan werden, damit sich die Zahl bewegt. Laut Our World in Data liegt der Unterschied zwischen einer fleischreichen und einer vegetarischen oder veganen Kost in der Größenordnung von einer Tonne CO₂e pro Person und Jahr. Schon Rind und Lamm zur Ausnahme statt zur Gewohnheit zu machen, holt den größten Teil der möglichen Minderung heraus — gerade weil sie solche Ausreißer sind.

Das ehrliche Fazit

Ernährung ist persönlich, und das hier ist keine Predigt. Aber wenn der Ernährungsanteil deines Fußabdrucks sinken soll, zeigen die Daten fast nur auf Wiederkäuer — Rind, Lamm, Milchprodukte. CO2Mate erfasst Mahlzeiten mit veröffentlichten Emissionsfaktoren, damit sich deine eigene Essenszahl mit deinen Entscheidungen bewegt, statt dass du rätst.


Quellen: Poore & Nemecek (2018), Science, via Our World in Data, „Environmental impacts of food production”.