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Der CO₂-Fußabdruck eines Rinderburgers (verglichen mit Hähnchen und Bohnen)

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Ein einziger Rinderburger verursacht je nach Patty-Größe rund 3 bis 6 kg CO₂-Äquivalent — mehr als das Zehnfache eines Bohnenburgers. Und fast alles davon steckt in einer einzigen Zutat: dem Rindfleisch.

Wo die Emissionen sitzen

Nach den Zahlen von Poore & Nemecek (Rind ≈ 60 kg CO₂e pro Kilo) kommt ein Patty von etwa 150 g rohem Rindfleisch am oberen Ende — Fleischrinder — bereits auf rund 9 kg CO₂e, bei Rind aus Milchviehhaltung eher auf 3–4 kg. Brötchen, Käse und Soße dazu, und ein typischer Burger landet bei 3–6 kg. Brötchen und Salat sind dabei fast Rauschen:

Burger (eine Portion)~kg CO₂e
Rind-Patty (150 g roh)~3–9
Käsescheibe (20 g)~0,4
Brötchen~0,1
Salat, Tomate, Soße~0,1
Hähnchenburger (gleiche Größe)~1
Bohnen- / Veggie-Burger~0,2–0,4

Tauschst du das Rind gegen Hähnchen, sinkt der Fußabdruck des Burgers um rund 70–80 %; tauschst du es gegen Bohnen, sind es über 90 %.

Warum Rind der Ausreißer ist

Rinder sind Wiederkäuer: Ihre Verdauung produziert Methan, ein starkes Treibhausgas, und sie brauchen viel Land und Futter pro Kilo Fleisch. Deshalb liegen Rind und Lamm so weit über allen anderen Lebensmitteln — das ist Biologie, nicht nur Haltungsform. „Weidehaltung” und „regional” verschieben die Zahl nur wenig; welches Tier es ist, schlägt wie es gehalten wurde.

Das ehrliche Fazit

Du musst nicht nie wieder einen Burger essen. Aber es lohnt sich zu wissen: Ein Rinderburger pro Woche summiert sich übers Jahr auf etwa 150–300 kg CO₂e — ein spürbares Stück eines Ernährungs-Fußabdrucks. Der günstigste Hebel auf der Speisekarte ist schlicht, öfter Hähnchen oder Bohnen statt Rind zu wählen. CO2Mate rechnet Mahlzeiten mit genau diesen Faktoren — so wird aus dem Tausch eine echte Zahl statt eines schlechten Gewissens.


Quellen: Poore & Nemecek (2018), Science, via Our World in Data, „Environmental impacts of food production”.